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Aufruf zur Einbürgerung- erleichterte Einbürgerung JA

7.Februar.2017

SP Kantonsrat-Kandidat Suthakaran Ganapathipillai eröffnete den Abend mit einem Dank an die Gäste und einem Input zur Vorlage über die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation, über welche am 12. Februar 2017 abgestimmt wird. Er zeigte den aktuellen Kontext der Vorlage auf und ging auch auf die einzelnen Einbürgerungskriterien ein.

Im Anschluss brachten die 4 Gäste Ihre Botschaften unter der Moderation vom Burgdorfer Stadtrat Mathuran Poopalapillai ein.

Die Juristin Fatma Tekol erzählte von ihren Erfahrungen als ehemalige Kantonsrätin. Sie sieht in dieser Vorlage fast keine Erleichterungen. Zudem verurteilte sie es, dass die Gegner der Vorlage gezielt Unwahrheiten verbreiten. Z.B., dass die Terzos ab jetzt automatisch eingebürgert würden. Das trifft nicht zu.

Im Anschluss ging SP Nationalrätin Bea Heim darauf ein, wie sie die Vorlage wahrnimmt. Sie ist tatsächlich weit vom Idealzustand entfernt. Aber sie geht immerhin in die richtige Richtung. Sie fand es sehr bedenklich, dass Einbürgerungen auch weiterhin mit grossen Hürden verbunden sein werden. Bea Heim munterte die Migrantinnen und Migranten auf, für ihre Rechte einzustehen. Es sei wichtig für das gesellschaftliche Zusammenleben in der Schweiz, dass Terzos einen erleichterten Weg zur Einbürgerung erhalten.

Da Fatma Tekol und Bea Heim bereits viel zur Vorlage selbst berichtet haben, brachte SP Regierungsratskandidatin Susanne Schaffner ihre Erfahrungen aus ihrer Anwaltskanzlei ein. Namentlich das Kriterium der Wohnsitzdauer, das mit der Vorlage entfallen würde, fand sie nicht mehr zeitgemäss. In der heutigen Schweiz, wo man wegen der Arbeit oder Ausbildung mobil sein muss, sei dieses Kriterium nur noch eine Schikane. Auch sie betonte, dass die Schweiz sehr profitiert, wenn sich Terzos mit Schweizerpass vermehrt in der Gesellschaft einbringen und sich akzeptiert fühlen.

Last but not least berichtete Florim Kadriu, Präsident des Migrantenkomitees der UNIA Aargau, Flurim über seine Einbürgerungserfahrungen und wie wichtig für ihn der Schweizerpass bei seinem Bildungsweg war. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass unabhängig von der Abstimmung vom 12. Februar leider ab 1. Januar 2018 neu der C-Ausweis Voraussetzung für die Eröffnung eines Einbürgerungsverfahrens wird. Gerade Studenten und andere Personen, die nach Ihrer Ankunft nicht genug verdienen, um einen C-Ausweis zu erhalten, werden von diesem Kriterium benachteiligt werden. Alle mit B-Ausweis, welche die übrigen Kriterien erfüllen, sollen deshalb wenn immer möglich noch im Verlauf des Jahres 2017 ihr Einbürgerungsgesuch einreichen, riet Florim Kadriu.

Suthakaan Ganapathipillai zeigt zum Schluss ein Video der Universität Zürich, das die Ergebnisse einer Studie von Prof. Hangartner und seinem Team aufzeigte. Einbürgerung liegt klar im Interesse von allen.

Mathuran fasste die Botschaften und das Video kurz zusammen. Nach einer Fragerunden liessen alle den Abend an einem Apéro ausklingen.

Die SP MigrantInnen Solothurn bedanken sich bei den Gästen und Rednern und dem Team vom Maxwell Tower Bridge für die Gastfreundschaft.




SP vor Ort